Berichte & Fotos

Jubiläumsabend des Schützenverein Bedernau am 07.04.2018

Foto: Sabine Adelwarth

Elf Männer waren es, die am 2. Oktober 1907 den Bedernauer Schützenverein zum Leben erweckten und den Verein gründeten. Lehrer Ludwig Schuster war die treibende Kraft und Peter Prestele der erste Vorsitzende. Somit können die Schützen auf eine lange Geschichte und Tradition zurückblicken und nun konnten sie im Schützenheim „Neue Welt“ das 110-jährige Bestehen bei einem Festabend feierlich begehen. Vorsitzender Albert Egg begrüßte viele Gäste und zahlreiche Gratulanten. Auch Wirtschaftsminister und gebürtiger Bedernauer Franz Josef Pschierer war unter den Ehrengästen und freute sich, mit alten Kameraden auf das Jubiläum anzustoßen.

Dass sie nebenbei auch noch ein kleines Doppeljubiläum zu feiern hatten, soll nicht unerwähnt bleiben, denn seit 1967, also 50 Jahre, sind die Schützen im Gasthaus „Neue Welt“ beheimatet, welches sie 2016 sogar gekauft und umfangreich saniert haben. In den Jahren zuvor, also von 1907 bis 1967, waren sie in der Schloßwirtschaft untergebracht.

Den runden Geburtstag begingen die Bedernauer mit fünf Schießabenden zum Jubiläum, bei dem zehn Bedernauer Vereine und Gruppierungen mit 137 Schützen teilgenommen hatten. „Nach unseren Aufzeichnungen war dies das größte Schießen, neben dem überregionalen Gauschießen, nur mit Einwohnern und Vereinen aus dem eigenen Ort“, betonte Vorsitzender Albert Egg nicht ohne Stolz. Der Gottesdienst, Fackelzug zum Schützenheim und der Festabend sind nun der Höhepunkt des siebentägigen Geburtstages.

Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer verbindet mit der Feier ein großes Stück Vergangenheit: „Hier, im Gasthaus Neue Welt, waren meine ersten Wirtshausbesuche in meiner Jugend, als mich mein Vater mitgenommen hat. Das verbinde ich mit Heimat pur.“ Das wahre Leben im Ort findet in den Vereinen statt, so Pschierer bei seinem Grußwort und dankt gleichzeitig für die hervorragende Arbeit, vor allem im Jugendbereich. Auch Gauschützenmeister Ludwig Stedele des Sportschützengaues Mindelheim und Bürgermeister Jürgen Tempel waren voll des Lobes für den rührigen Verein und die positive Entwicklung.

Ludwig Stedele nutzte die Gunst der Stunde und überreichte zweiten Vorsitzenden Herbert König die Verdienstnadel des Schützenbezirks Schwaben in Silber. Über die goldene Ehrennadel durfte sich Albert Egg freuen. Eine besondere Auszeichnung erhielt Kassier Dietmar Buchmann, der mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen Schützenbundes ausgezeichnet wurde. „Davon gibt es jedes Jahr nur zwei pro Verein“, verriet Ludwig Stedele und machte die Besonderheit der Ehrung nochmal deutlich.

Wie sehr in Bedernau der Zusammenhalt und die Gemeinschaft gelebt wird, wurde an den vielen Gratulationen der verschiedenen Vereine im Ort deutlich. Alle hatten liebe Worte und kleine Geldgeschenke mitgebracht. Christian Zedelmeier, Vorsitzender des Sportvereins, brachte es mit einem Zitat vom verstorbenen Schützenmeister Oskar Thoma auf den Punkt: „Wenn Vereine im Dorf nicht zusammenhalten, dann sind wir eh schon verloren“, und erntete zustimmenden Beifall.

Zu Ehrenmitgliedern wurden Dietmar Buchmann, Otto Heel, Albert König, Karl Maucher, Waltraud Schestak, Hans Biber und Andreas Lutz sen. ernannt, die alle auf eine 50-jährige Mitgliedschaft blicken können. Für 60 Jahre erhielten Franz Ettenhofer, Hans Kustermann, Anton Schmid, Xaver Stadler, Georg Egg und Georg Mang eine Urkunde des Vereins. Text: Sabine Adelwarth

Vorsitzender Albert Egg spendete die diesjährige Jubiläumsscheibe und als Schützenliesl Jessica Lutz zusammen mit Andreas Lutz, der beim Jubiläumsschießen den besten Schuss mit 99 Ringe und einem 3,38-Teiler abgab, die Scheibe enthüllten, wurde es noch einmal richtig spannend. Mit musikalischer Umrahmung durch den Musikverein Bedernau klang der Abend mit heiteren Gesprächen an den Tischen dann gemütlich aus.

Jahreskonzert der Loppenhauser Musikanten am 01.04.2018

Foto: Sabine Adelwarth

„Blasmusik mit Herz“ - schon das Motto der Loppenhauser Musikanten lässt erahnen, welches abwechslungsreiche Konzertprogramm die Gäste zu hören bekommen. In Loppenhausen stehen Polkas an oberster Stelle. Böhmisch-mährische Fans kommen ganz auf ihre Kosten und Polka, Walzer und Marsch reichen sich die Hände und klingen im Schlösslesaal einfach wunderbar. Natürlich haben die Musikerinnen und Musiker auch viele moderne Stück in ihrem Repertoire und beim Jahreskonzert ist es immer wieder spannend, mit welchen Melodien das Bläserensemble heuer aufspielen wird.

Insgesamt 14 Titel, plus einem Geburtstagsmarsch-Ständchen, hat das Orchester unter der bewährten Leitung von Dirigent Andreas Höpfl einstudiert und das Publikum dankte ihnen mit reichlich Beifall zwischen den Stücken. Den Auftakt bot der Konzertmarsch „Domi Adventus“ und anschließend wurden die Zuhörer mit der außergewöhnlichen Polka „Reiselust“ in die wunderbare Welt der böhmischen Blasmusik katapultiert.

Einen absoluten Ohrenschmaus bot Solist Daniel Keller aus Deisenhausen und dem Stück „Flügelhorn Feeling“. „Es ist ein einfühlsames Stück, dass mit viel Herz und Ausdruck gespielt werden muss. Der weiche Klang des Instruments verleiht dieser Melodie die besondere Note“, erklärten die charmanten Moderatorinnen Uschi Diefenbach und Lisa Nusser. Diese Anforderungen schaffte Daniel Keller mit dem ergreifenden Flügelhorn-Solo ohne Probleme und langanhaltender Applaus war ihm gewiss und gleich danach wurde es bei „Für Elena“ ein wenig emotional. Denn dieses Stück haben Daniel Keller und seine Frau zum freudigen Ereignis der Geburt ihrer Tochter Elena extra durch Michael Kuhn komponieren lassen und nun in Loppenhausen präsentiert.

Die Ära von Ernst Mosch wurde mit „In deinen Armen“ wieder lebendig. Der schwungvolle Klassiker wurde mit dem Gesang von Uschi Diefenbach und Lukas Frei untermalt und das Publikum klatschte begeistert mit. Die alte Polka gibt es nicht mehr oft zu hören, doch bei den Loppenhauser Musikanten ist das Notenmaterial unter der Nummer 347 noch vorhanden. „Zu ihrer Information: wir sind zwischenzeitlich bei der laufenden Nummer 1259 angelangt“, ließ Lisa Nusser schmunzelnd wissen.

Mit der traditionellen „Freibier Polka“ und der Ballade „Dir gehört mein Herz“ von Phil Collins aus dem Musical „Tarzan“ endete der erste Teil des Konzertprogramms. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Gesang durch Michael Lampert und Uschi Diefenbach Gänsehaut-Feeling in den Saal zauberte.

Nach der Pause ging es flott mit dem „Drina Marsch“ weiter und die Trompeten-Soli durch Michael Schmid und Florian Zanker bei „Zwei Egerländer Musikanten“ machten den Einstieg in die zweite Hälfte perfekt. Mit den weiteren Polkas „Septemberliebe“, „Meine Liebe – die Musik“ und „Burgrainer Polka“ forderte Dirigent Andreas Höpfl nochmals alle Register bis dann der gefühlvolle Walzer „Du, nur du“ erklang. Sänger Michael Lampert gab damit eine blasmusikalische Liebeserklärung im Dreiviertel-Takt ab und am Ende bekam er noch Unterstützung von Lukas Frei und Uschi Diefenbach. Im Trio sangen sie sich schnell in die Herzen der Zuhörer.

Als absolutes Highlight des Abends kann „Gabriellas Song“ bezeichnet werden. Was Isabell Wengler als Sängerin da zu Gehör brachte, war wirklich phänomenal. In perfektem schwedisch intonierte sie den Song aus dem Film „Wie im Himmel“ besonders beeindruckend und erntete tosenden Applaus. Dass dieses Stück bei der Zugabe nochmals ertönen musste, war dabei eigentlich klar und so erklatschte sich das Publikum noch drei weitere Zugaben, bis sie dann in die Nacht entlassen wurden. Text: Sabine Adelwarth

Jahreskonzert der Musikkapelle Breitenbrunn am 24.03.2018

Foto: Sabine Adelwarth

Einen virtuosen Hörgenuss zelebrierten die Breitenbrunner Musikanten beim diesjährigen Jahreskonzert. Obwohl das Konzert um eine Woche verschoben werden musste, konnten sich die Musikerinnen und Musiker über ein volles „Haus der Vereine“ freuen. Dirigentin Daniela Seitz war vor zwei Wochen kurzfristig erkrankt und konnte die letzten intensiven Probestunden nicht mehr abhalten. „Ich bedanke mich bei all meinen Musikerinnen und Musikern sowie bei meinem Stellvertreter Reinhard Ammann, der den Taktstock in die Hand nahm und die Proben dirigierte, so dass ich mich auskurieren konnte“, bedankte sich Daniela Seitz und dass sie wirklich stolz auf die Musikanten sein kann, wurde beim Konzert mehr als deutlich. Eine bunte Mischung formte das Konzert zu einem zweistündigen blasmusikalischen Hörerlebnis.

Dass die Chemie zwischen der Dirigentin und dem Orchester stimmt, wurde gleich zu Beginn mit der Eröffnungsfanfare „Toward the bright future“ hörbar. Hier kamen Timing und Spielkraft beim mehrmaligen Tempowechsel bestens rüber. Viel Gefühl war beim emotionalen Stück „Pachelbel’s Canon“ gefragt und die Harmoniefolge stellte für das Bläserensemble kein Problem dar und mit zauberhaften Klängen ging es gleich mit dem Werk „Der Zauberer von Oz“ weiter. Bei der bekannten Ballade „Music“ von John Miles zeichneten sich die starken Kontraste der verschiedenen Register ab. „Ruhige Passagen und schnelle Tempiwechsel sind typisch für das Stück“, erläuterten die beiden Moderatorinnen Michaela Weigele und Theresa Bisle. Die bekannte Textzeile des Klassikers „Music was my first love“ (Musik war meine erste Liebe) machte diese Liebe auf der Bühne spürbar und mit viel Fingerspitzengefühl meisterte das Orchester den beliebten Song mit Bravour. Heiße Rhythmen gab es dann bei „Jambo Africa“ und entführte die Zuhörer in die afrikanische Steppe. Das lebensfrohe Stück brachte die pure Spielfreude der Musiker zu Gehör. Dass die Blaskapelle dabei alle möglichen improvisatorischen Fähigkeiten ausnutzte, wurde bei den verschiedenen afrikanischen und tierischen Klängen deutlich. Dabei zeigte das Hörnerregister Reinhard Ammann, Peter Huber und Lothar Schuster auch stimmlich was in ihnen steckte und langanhaltender Applaus war der Lohn für das gelungene Stück.

Mit dem schwungvollen Marsch „Kaiserin Sissi“ imponierten die Musiker in allen Facetten der Blasmusik und auch bei der „Anna Polka“ und dem „Maxglaner Zigeunermarsch Reloaded“ wurde diese Bandbreite hörbar. Eindrucksvoll demonstrierten die beiden Trompetensolisten Jakob Dilba und Tobias Jehle bei der Ballade „La Rosa“ ihr Können. Als Michaela Weigele das Mikrofon ergriff und den Gesang zum Stück „A thousand years“ der beliebten Filmreihe „Twilight“ lieferte, gab es Gänsehautmomente. Die klangvolle Polka „Hinter der Garage“ wurde ebenfalls durch Michaela Weigele und Gerhard Rogg gesanglich abgerundet. „Mich juckt’s gleich in den Beinen, hier hört man nicht nur Musik, hier fühlt man sie“, waren die lobenden Worte von ASM-Vorstandsmitglied Martin Jall zum gelungenen Konzert. Wie sehr es den Zuhörern gefallen hat, machte der langanhaltende Beifall deutlich und das Publikum erklatschte sich somit noch zwei Zugaben, die die Musiker prompt zum Besten gaben. Jakob Dilba, Robert Bisle und Michaela Weigele intonierten stimmlich den Blasmusikhit „I kenn di von mein Handy“ sehr zur Freude und Belustigung des Publikums. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte die gefühlvolle Melodie von „Guten Abend, gute Nacht“. Besser kann ein Konzert wohl nicht enden. Text: Sabine Adelwarth

Theaterverein Loppenhausen spielt "So ein Theater um´s Theater" im März 2018

Foto: Sabine Adelwarth

Wann beginnt die wahre Leidenschaft am Theaterspiel? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Wenn man allerdings mit Martina Leinauer vom Gesang- und Theaterverein Loppenhausen spricht, wird schnell klar, dass man bei ihr von einer wahren Leidenschaft und Liebe sprechen kann. Denn für das derzeitige Stück „So ein Theater um’s Theater“, welches am Wochenende im Schlösslesaal Premiere feierte, hat sie sich für ihre Rolle als spießige und schickimicki Ehefrau Elfriede Viehofer im heimischen Stall in den „Kuhabfall“ (wie es beim Theaterstück passend formuliert wurde) gesetzt. Damit das Ganze auch noch echt aussieht, hat sie sich mit dem Kuhschweif die letzten Spritzer auf ihre rosafarbene Kleidung verpasst und das alles nur, da es das Drehbuch vorgab. „Zum Glück wohne ich in Oberberghöfe und habe keine direkten Nachbaren. Die hätten vermutlich gedacht, dass ich spinne, wenn ich mit Kuhmist verschmutzte Kleidung an die Wäscheleine hänge“, schmunzelt Martina Leinauer noch heute. Damit das Ganze immer schön „frisch“ ausschaut, wird es bei jeder Aufführung mit ein paar Wasserspritzer angefeuchtet. „Dann glänzt es so schön“, lacht Martina Leinauer und ihr Humor und der ihrer Theaterkollegen ist auch das Erfolgsrezept der perfekten Umsetzung ihrer Theaterstücke. Alles wird akribisch durchdacht und sorgt dann auf der Bühne und am Erscheinungsbild der Protagonisten für eine durchwegs gelungene Vorführung.

Der heitere Dreiakter aus der Feder von Maria Schweiger verspricht unterhaltsame Szenen voller bittersüßer Momente. Bei der Familie Breithammer ist immer etwas geboten und drei Generationen wohnen auf dem Bauernhof: Die schwerhörige Oma (Gabriele Schmitt), Bäuerin Leni Breithammer (Carmen Riederle) und ihr Sohn Markus (Philipp Schmid). Der Vater ist im Krankenhaus und nun liegt es an Bäuerin Leni, alles zu organisieren und zu managen. Dass ihr Mann Ferien auf dem Bauernhof angeboten hat, wusste sie allerdings nicht und so war die Ankunft des Urlauberehepaares Dr. Wilhelm Viehofer (Georg Götz) und seine Frau Elfriede gleich zu Beginn ziemlich turbulent, da die schwerhörige Oma die Urlaubsgäste mit dem Tierarzt Schwammerl (Markus Kraus) verwechselt, in den Stall schickt und da das Malheur mit dem Kuhmist passiert.

Daneben haben sich die beiden Nichten Marion (Sandra Binzer) und Barbara (Sabrina Herzog) kurzfristig angekündigt für zwei Wochen auf Besuch zu bleiben. Als dann auch noch der Pfarrer (Manfred Gropper) fragte, ob die Bäuerin Leni zusammen mit Nachbarin Rosi (Dori Moser) beim „bunten Abend“ ein Theaterspiel aufführen könnte, war das Chaos perfekt. Daraufhin plante ihr Sohn Markus zusammen mit Freund Hans (Matthias Riederle) einen Überraschungssketch und auch die Nichten wollten einen kleinen Schwank auf die Bühne bringen. Alles zusammen führt zu einem wunderbaren Verwechslungsspiel, bei dem sich die Besucher bestens amüsieren können.

Die Spielerschar zeigt beste Theaterkunst und Gabriele Schmitt als schwerhörige Oma meistert ihre Rolle bei bester Mimik grandios. Schön zu sehen, dass der Verein auf viele junge Gesichter blicken kann und die beiden „Neulinge“ Matthias Riederle und Sabrina Herzog schon wie „alten Hasen“ auf der Bühne agieren. Ein Schlamassel reiht sich an das Nächste und sorgt für lustige Momente. Souffleuse Ingrid Kirschstein hatte am Premierenabend nicht viel zu tun und Nadja Schmitt verpasste den letzten Schliff in der Maske. Wer also die Liebe zum Theaterspiel erleben und wieder einmal richtig Lachen möchte, sollte das Theaterspiel in Loppenhausen auf keinen Fall verpassen. Text: Sabine Adelwarth

 

Weitere Aufführungstermine: Im Schlösslesaal wird das Stück noch am Samstag/Sonntag, 17./18. März sowie Freitag/Samstag/Sonntag, 23./24./25. März zu sehen sein. Beginn jeweils um 19.30 Uhr. Reservierungen können bei Martina Leinauer von Mittwoch bis Sonntag zwischen 19.30 bis 21 Uhr unter der Telefonnummer 0160-1138327 vorgenommen werden.

Jahreskonzert des Musikverein Bedernau am 10. März 2017

Foto: Sabine Adelwarth

Gänsehaut-Momente gab es beim Jahreskonzert des Musikvereins Bedernau viele. Das lag zum einen an den musikalischen Darbietungen und zum anderen an Dirigentin Nicole Simon, die ihren Taktstock in der Blaskapelle in nächster Zeit abgeben wird. An wen, ist offen. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Mehrere Gründe haben sie zu dem Schritt bewegt, sagt sie ganz offen. „Es waren die schönsten achteinhalb Jahre die ich je hatte, doch irgendwann kommt der Tag, dass sich die Wege trennen.“ Sie war gerne in Bedernau und blickt dankbar an den Tag zurück, als sie 2009 ins Probelokal gekommen war. „Ich habe mich in der ersten Sekunde aufgenommen gefühlt und viele Musikerinnen und Musiker sind zu sehr guten Freunden geworden“, bedankt sich die 29-Jährige, die seit kurzem das Amt der ASM-Bezirksdirigentin bekleidet. Gemeinsam konnten sie viele Erfolge erzielen. Auch erster Vorsitzender des Musikvereins Klaus Bäurle sprach von „Liebe auf den ersten Blick“. Schnell habe sie den „Haufen“ unter Kontrolle gehabt und sie seien gemeinsam musikalisch gewachsen. ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster machte in seiner Ansprache auf die vielen Erfolge aufmerksam, so habe das Blasorchester im letzten Jahr die Qualitätsehrung des Bayerischen Blasmusikverbandes erhalten. „Nur wenige Kapellen können auf diese Auszeichnung blicken und Nicole hat die Kapelle zu dem gemacht, was er heute ist.“ Mit „Standing Ovations“, langem Applaus und dem Stück „Eventide Fall“ bedankten sich „ihre“ Musiker bei der Dirigentin für ihr jahreslanges Engagement. Sogar ASM-Präsident und Staatssekretär Franz Josef Pschierer war gekommen und schloss sich den Lobeshymnen an. Trotz vollem Terminkalender war es ihm ein persönliches Anliegen beim Jahreskonzert dabei zu sein, welches er sichtlich genoss. 

Temperamentvoll eröffnete das Bläserensemble das Konzert mit der gewaltigen Fanfare „A little Opening“, wo die Register zu einem Ganzen verschmolzen und mit einem furiosen Trommelwirbel endete. Die Suite „Fiskinatura“ gehört zur modernen symphonischen Blasmusik und verlangt vom Orchester größte Konzentration. Mit dem fetzigen „Mercury-Marsch“ hatten die Holzbläser alle Hände voll zu tun. Doch auch das tiefe Blech hatte einen wichtigen Part. „Sonst wär‘ es ja kein g‘scheider Marsch“, formulierten es die sympathischen Moderatorinnen Pia Haggenmüller und Melanie Eberle treffend.

Majestätisch intoniert wurde die „Alpina Saga“ von Thomas Doss die an Melodien-Intensität fast nicht übertroffen werden konnte, was nicht zuletzt der stimmlichen Untermalung der Musiker zu danken war.

Mit „Toto in concert“ riss die Musikkapelle die Zuhörer gleich gewaltig aus der Pausen-Lethargie und verwandelten die Klassiker „Childs Anthem“ oder „Rosanna“ in kraftvolle Blasmusik. Untermalt wurde das glanzvolle Stück vom Gesang durch Fabian Zedelmeier. Als die Lichter in der Sporthalle dunkel wurden, kam eine mystisch und geheimnisvolle Stimmung auf. Gemeinsam mit dem Kirchenchor Bedernau durften die Zuhörer bei Kerzenschein den gregorianischen Klassiker „Ameno“ lauschen, der für Beifallstürme sorgte. Keinen leichten Part hatte Solist Michael Leinsle auf seinem Euphonium bei „Song for Ina“, der die beeindruckende Klangfülle jedoch bestens meisterte.

Beim Marsch „Gloria Patri“ und der Polka „Gerlinger Zeiten“ wurde die Vielfältigkeit der traditionellen Blasmusik deutlich. Vor Energie und Leidenschaft sprühte die Kapelle bei „Lord of the dance“ und das grandiose Rhythmikgefühl konnte als wahrer Hörgenuss wahrgenommen werden, dass die Zuhörer, in der vollbesetzten Sporthalle, zu langanhaltendem Applaus motivierte. Nur mit weiteren Zugaben durften die Musikerinnen und Musiker die Bühne verlassen. TExt: Sabine Adelwarth

Bürgerversammlungen der Gemeinde im März 2018

Foto: Sabine Adelwarth

Der Andrang bei der diesjährigen Bürgerversammlung der Gemeinde Breitenbrunn war groß und die vorbereiteten Tische im Saal des Gasthauses Neue Welt in Bedernau eindeutig zu wenig. Somit packten die Gemeinderatsmitglieder kurzerhand an, um noch schnell einen Tisch und Stühle von der Gaststube zu holen, damit keiner mit einem Stehplatz die Versammlung verfolgen musste. Das wäre für die zwei Stunden auch recht anstrengend geworden und so konnte sich Bürgermeister Jürgen Tempel über ein wirklich volles Haus freuen.

Gerade im Ortsteil Bedernau ist im letzten Jahr viel passiert und die Bürger mussten mit der Großbaustelle der Kreisstraße MN 8 durch den Ort leben. Für die Geduld und gute Mitarbeit bekamen die Bewohner ein dickes Lob vom Rathauschef. „Ich bedanke mich bei allen für das Verständnis während der Bauarbeiten. Der Straßenbau ist innerorts abgeschlossen. Die Gehwege und noch andere offene Arbeiten werden in diesem Jahr erledigt“, stellte Tempel in Aussicht. Da die Kreisstraße bis Unterrieden verlängert und nicht nur bis zum Friedhof erneuert wurde, sei es leider zu Verzögerungen gekommen. Auch die Verbesserung der Oberflächenentwässerung sei daran ebenfalls nicht ganz unschuldig.

Die Erneuerung der Weiherkette ist beinahe abgeschlossen. „Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, die aber nun endlich heuer fertiggestellt werden.“ Um die Park- und Verkehrssituation an der Naturtherme Bedernau zu verbessern, wurden 26 neue Parkplätze geschaffen, worüber sich Tempel besonders freute. Die Besucherzahlen der Therme seien leider rückläufig, welches im letzten Jahr jedoch auf die Baumaßnahmen der Kreisstraße und dem Wetter geschuldet werden kann, meinte Tempel. Dabei ließ sich das Gemeindeoberhaupt nicht nehmen, um dem Personal seinen Dank auszusprechen. „Gerade die Einnahmen im Kiosk reißen es heraus und das kann man nur den Damen danken, die jeden Tag ihren Dienst verrichten.“ Damit sei das erwartete finanzielle Ergebnis trotz der schwächeren Besucherzahlen erreicht. Über den Energieverbrauch verriet Tempel, dass über eine Stromgewinnung aus einer Solaranlage nachgedacht wird. „Der Ingenieur kommt im April und dann sehen wir weiter.“

Der Kindergarten in Breitenbrunn wurde im letzten Jahr ebenfalls um einen weiteren Gruppenraum erweitert. Damit sind rund 40 Quadratmeter dazugekommen und das Problem, mehr Kinder unterzubringen, ist behoben. „Früher konnten bis zu 35 Kinder aufgenommen werden, jetzt haben 50 Kinder Platz in den Räumen.“

Erfreulich für den Rathauschef sei die erfolgreiche Dorfbachrenaturierung in Breitenbrunn. „Wir haben nun alle wasserrechtlichen Auflagen erfüllt und ich kann meinen Haken dahinter setzen.“

Die Bedernauer Feuerwehr darf sich seit ein paar Tagen über ein neues Löschfahrzeug freuen, welches rund 215000 Euro gekostet hat. „Damit ist die Brandsicherheit um einiges besser geworden. Die technische Ausstattung ist dem bisherigen Fahrzeug weit überlegen und sogar der Atemschutz ist nun Thema der Floriansjünger.“

Zur Verkehrssituation der B16 durch Loppenhausen machte Jürgen Tempel klar, dass aufgrund der hohen Geschwindigkeiten durch den Ort gehandelt werden muss. Acht Tage habe man Messungen durchgeführt, die ein erschreckendes Ergebnis ergaben. Über 21000 Fahrzeuge passierten die Messstelle, dass seien durchschnittlich 2626 Autos am Tag gewesen. Mit über 50 Kilometer pro Stunde brausten über 15000 Fahrzeuge durch den Ort. Über 60 km/h fuhren noch knapp 8000 Autos durch Loppenhausen und über 70 Kilometer pro Stunde rund 2500 Autos. Spitzenreiter der gemessenen Höchstgeschwindigkeit sei 131 Kilometer pro Stunde gewesen. Im Bereich von Kindergarten und Schule würde nun ein Zone-30-Schild für eine angemessenere Geschwindigkeit sorgen und laut Eindrücken der Anwohner, sei der Verkehr bereits ruhiger geworden. Zusätzlich möchte die Gemeinde am Ortseingang nördlich von Loppenhausen ein Fahrbahnteiler bauen um den Verkehr dort schon etwas auszubremsen. Vermutlich bis Frühjahr nächstes Jahr soll die Maßnahme ausgeführt sein.

Als absolutes Problem nennt Tempel die Biberproblematik. „Es ist mittlerweile echt der Wahnsinn. Das Tier hält uns ganz schön auf Trab und verursacht durch Bachräumungen immense Kosten.“ Eine Abfanggenehmigung für den Bereich Fürbuch konnte mittlerweile erreicht werden. Bis zu 15 Biberdämme musste der Bauhof im Herbst entfernen.

Um das finanzielle kommunale Geschehen zu untermalen, stellte Jürgen Tempel ein umfangreiches Zahlenkonstrukt vor. So leben derzeit in der Gesamtgemeinde 2360 Einwohner. „Ein absolut positiver Trend.“ 24 Kinder kamen zur Welt, 21 Sterbefälle gab es zu verzeichnen und neun Trauungen wurden durchgeführt. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 1019 Euro. „2017 waren keine Kredite notwendig, doch heuer wird wohl eine Kreditaufnahme unausweichlich sein und die Verschuldung weiter ansteigen,“ bedauerte Tempel.

Die Baulandnachfrage der Gemeinde ist ungebrochen hoch. In Breitenbrunn sind alle Plätze derzeit vergeben, jedoch ist die Gemeinde bemüht, neues Bauland bereit zu stellen. Dieser sei nördlich des Grüntenweges angedacht. Und auch in Loppenhausen sind alle Bauplätze verkauft. „Ich bin begeistert, dass ein kleiner Ort so einen Zuwachs verzeichnen kann“, freute sich Tempel. In Bedernau ist noch ein Platz frei. „Gespräche mit Grundstücksbesitzern laufen derzeit“, ergänzte Tempel als sich Paul Haggenmüller bei der anschließenden Diskussionsrunde nach weiteren Bauplätzen in Bedernau erkundigte.

Klaus Bäurle monierte, dass die Informationen im Mitteilungsblatt mittlerweile sehr mager geworden seien. Er vermisse Beschlüsse der Gemeinderatssitzungen oder auch Bauanträge. Ebenfalls stellte er die Bitte, den Förderbeitrag für die Jugendlichen in den Vereinen zu überdenken. Viele Jahre erhielt jeder Verein für jedes junge Mitglied zehn Euro. Letztes Jahr wurde der Betrag auf 13 Euro angehoben. „Ich finde es immer noch zu wenig. Immerhin machen Vereine die Hauptarbeit für die Jugend.“ Dieser Punkt soll in der nächsten Ratssitzung behandelt werden, versprach Tempel. Am Ende wollte Josef Heinzler noch wissen, warum nicht jedes Haus an das Breitbandnetz angeschlossen werden kann. „Durch das Förderverfahren ist die Versorgung von mindestens 30 Mbit pro Sekunde festgelegt. Breitenbrunn hat die Fördermittel fast in voller Höhe ausgeschöpft und trägt selbst 20 Prozent der Kosten. Mehr kann momentan nicht erreicht werden, da sonst die Gemeinde diese weiteren Kosten alleine tragen müsste,“ erläuterte Tempel.

Am Ende legte zweiter Bürgermeister und Vorsitzender des Wasserzweckverbandes Erwin Hefele einen detaillierten Bericht vor. Die Wasserverluste seien mittlerweile auf einen akzeptablen Wert zurückgegangen. „In den letzten zwei Jahren sind die Wasserverluste von 16 auf 7,9 Prozent gesunken und somit wieder auf einem Stand von 2004“, berichtete Hefele. Dies sei vor allem den Sanierungsarbeiten und den schnell durchgeführten Reparaturen am Wassernetz zu verdanken. „Alle Einnahmen fließen direkt in die Versorgungsanlage, weshalb keine großen Rücklagen gebildet werden konnten.“ Text: Sabine Adelwarth

Neujahrsempfang der Vereine am 09. Januar 2018

Foto: Sabine Adelwarth

Schon zur guten Tradition gehört der Neujahrsempfang der Gemeinde Breitenbrunn bei dem Dank und Anerkennung an alle Vereine und Gruppen für die geleistete Arbeit im Jahr im Vordergrund stehen. Viel sei in der Gemeinde im letzten Jahr passiert, berichtete Bürgermeister Jürgen Tempel. „Jede Veranstaltung war schön und abwechslungsreich“, so der Rathauschef. Egal ob es das Jubiläum der Fußballer in Breitenbrunn war oder die Eröffnung der Gesundheitswoche in der Naturtherme Bedernau, die gleichzeitig zehnjähriges Jubiläum feiern konnte. Lobende Worte gab es auch für den Schützenverein Loppenhausen, der das Gauschießen ausrichtete. „Es war ein toller Erfolg bei einem wunderbaren Programm, wie der Umzug, die Böllerschützen oder auch das Wetter“, sagte das Gemeindeoberhaupt.

Alle hätten dazu beigetragen, dass die Gemeinde weit über die gemeindliche Grenze hinaus eine sehr positive Wirkung ausgestrahlt hat. Für Bürgermeister Jürgen Tempel ist die große Nachfrage nach Bauplätzen Beweis genug. „Es vergeht keine Woche, wo sich nicht jemand nach einem Bauplatz erkundigt “, berichtete er erfreut. „Da ist für mich ganz klar, dass die Gemeinde einen sehr guten Ruf genießt und das ist unter anderem der Verdienst von allen hier im Saal.“ Zur Bauplatznachfrage bemerkte Tempel, dass derzeit alle freien Plätze in den drei Ortsteilen vergeben sind. „Wir hatten die letzten Jahre 26 Plätze in Breitenbrunn, zwölf in Loppenhausen und sieben in Bedernau.“ Mittlerweile sind alle verkauft. Die Gemeinde sei bemüht, wieder Bauland zur Verfügung zu stellen.

Um Überschneidungen im Terminplan größtenteils zu vermeiden, hatten alle Vereine und Gruppen die Möglichkeit ihre Termine zu nennen. Wie wichtig solche Absprachen sind, wurde heuer deutlich: Das Dorfbachfest in Breitenbrunn und die Fahrzeugweihe der Freiwilligen Feuerwehr Bedernau war auf dem selben Tag terminiert. Um eine solche Terminkollision zu vermeiden, suchen die Verantwortlichen nun rechtzeitig nach einer guten Lösung. Im Anschluss lud die Gemeinde die Gesellschaft zu einem gemeinsamen Abendessen mit gemütlichem Beisammensein ein. Text: Sabine Adelwarth